nicht immer aber doch meistens: das Testament

Man kann nicht behaupten, dass ein Testament immer wichtig ist, nein. Gibt es nur einen gesetzlichen Erben und soll diese Person auch alles erhalten, dann ist das ausdrückliche Niederlegen eines letzten persönlichen Willens zumindest hinsichtlich der Vermögensregelung nicht zwingend nötig. Als letztes Statement schon, aber… das ist Geschmacksache. Manche Leute wollen auch nicht immer noch das letzte Wort haben müssen, manchmal soll es auch einfach gut sein.

Doch, sollen Vermächtnisse verteilt werden, oder sind gar mehrere Erben erbberechtigt, so ist ein schriftlicher letzter Wille sehr wohl anzuraten.

Nein, nicht immer muss Erbschaftsmediation herangezogen werden, glauben Sie mir, das wäre auch für Ihren Mediator zu stressig, aber… es könnte sehr wohl oftmals Streit und Zwist bis hin zu einer tiefgreifenden Zerrüttung der Familie vermieden werden.

Beinhaltet die Verlassenschaft eine größere Liegenschaft, ein Haus oder eine Wohnung und würde eine rein gesetzliche Erbfolge bedeuten, dass die Erben diese Liegenschaft gemeinsam nutzen sollten, so ist jedenfalls eine überdachte Nachlassregelung anzuraten, da in der Praxis sonst Dissens hinsichtlich der langfristigen Nutzung vorprogrammiert ist.

Wohlüberlegte Testamente können Streit verhindern, können den Willen des/-r Verstorbenen weit über den Todesfall nachhallen lassen und können im besten Fall den Familienzusammenhalt sichern.
Überlassen wir diese Aufgabe nicht dem Gesetzgeber, sondern kümmern wir uns selber um unsere Familie.

 

Posted in Allgemein
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,
8 Kommentare zu “nicht immer aber doch meistens: das Testament
  1. Sie sprechen einen wichtigen Punkt an: Die meisten Erbschaftsstreits könnten verhindert werden, indem der Erblasser bei der Errichtung seines Testaments schon schwierige Punkte bedenkt. Mein Großvater hat uns zum Beispiel schon zu Lebzeiten in die Erstellung seines Testaments miteinbezogen.

  2. Interessant, das man das Erbe anders regeln sollte, wenn die Verlassenschaft eine Liegenschaft beinhaltet. Ich denke meine Erben wollen definitiv nicht in dem Erbhaus zusammen leben. Vielleicht sollte ich mich bald mal an das Schreiben eines Testaments setzen.

  3. Auch bei unserem Anliegen beinhaltet die Verlassenschaft in Form eines Bauernhofs einen großen Geldwert. Im Sinne der Erbfolge möchten wir, wie Sie bereits ausführen, eine gemeinschaftliche Nutzung versuchen. Ich denke, dass ich bei meinem eigenen Testament lieber präzise als emotional sein werde. Vielen Dank dazu.

    • uwandereradmin sagt:

      Ich ersuche Sie mich per Mail oder telefonisch zu kontaktieren

    • uwandereradmin sagt:

      Präzision ist eine unabdingbare Voraussetzung für ein gutes und verantwortungsvolles Testament, da gebe ich Ihnen zu 100% Recht.
      Die Emotionale Komponente wäre hier kein Widerspruch, sondern möglicherweise schlicht ein Bonus, der aber keinesfalls auf Kosten der Korrektheit gehen darf.

  4. Bei der Auslegung eines nicht präzise formulierten Testaments kommt es häufig zu Streitigkeiten. Die Vertretung für die Verlassenschaft will dann gut gewählt sein, denn diese Streitfälle erfordern einen Mix aus Fachkompetenz, Empathie und Zielstrebigkeit der Vertretung. Wie Sie bereits erwähnen, sind Streitfälle vor allem in Hinblick auf größere Liegenschaften sicherlich keine Seltenheit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Call Now Button